Vergabe: 30.08.2021 – Hamburg Port Authority AöR – 21107 Hamburg – Abbrucharbeiten

Information
AUSSCHREIBUNG
Auftragsbekanntmachung:2021/S 187-487543
Erfüllungsort:HAMBURG
PLZ Erfüllungsort:20038
Objekt:
Nutscode Erfüllungsort:DE6 - HAMBURG
Auftragsvergabe:44438
Projektstart:
Ausschreibungsweiteeuropaweit
Art des Auftrags:Arbeiten
CPV Kategorie:V-45111100 Abbrucharbeiten
Anzahl Angebote:
Auftragswert: EUR

Ausschreibungsdaten

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Schlagwörter:

Holzbau | Stahlbeton | Abbrucharbeiten | Tragwerksplanung | Finanzierung | Verkehrssicherung | Bahnanlagen | Rohrleitungen | Hafen | Qualitätssicherung | Neubau | Umbau | Sanierung | Rückbau | nachhaltig | Stahlbeton | Stahlskelett |
Auftraggeber
Auftraggeber:Hamburg Port Authority AöR
Straße:Neuer Wandrahm 4
PLZ:20457
Nutscode:DE600 - HAMBURG
Ort:Hamburg
Land:DE
Kontakt:
Email:zentralereinkauf@hpa.hamburg.de
Telefon:+49 40428473919/2181

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Auftragnehmer
Auftragnehmer:Arbeitsgemeinschaft Finkenwerder Brücken c/o Fr Holst GmbH & Co. KG
Straße:Ellerholzweg 14
PLZ:21107
Nutscode:
Ort:Hamburg
Kontakt:
Email:
Telefon:

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Zusammenfassung der Originalausschreibung

Auszug aus der Ausschreibung

1. Umfang der Beschaffung

1.1 Bezeichnung des Auftrags
Ersatzneubau Finkenwerder Brücke — Bauausführung Ingenieur- und Straßenbau

1.2 CPV Code Hauptteil
45221110

1.3 Art des Auftrags
Arbeiten

1.4 Kurze Beschreibung
Die Finkenwerder Brücke (Bw53) ist Bestandteil des Finkenweder Rings und befindet sich im westliche Bereich des Hamburger Hafengebietes, westlich der BAB A7, Abfahrt 30 (Hamburg-Walterhof) und nördlich des Bahnhofteils „Alte Süderelbe.
Das Bauwerk überführt die Finkenwerder Straße mit 6 Fahrspuren über Gleisanlagen der Hafenbahn.
Um den zukünftigen verkehrlichen Anforderungen nachhaltig gerecht zu werden, ist ein Ersatz neubau an gleicher Stelle erforderlich.

2. Beschreibung

2.2 Weitere(r) CPV-Code(s)
45111100

2.3 Erfüllungsort
Hamburg
Los Nutscode
DE6

2.4 Beschreibung der Beschaffung
Das Bestandsbauwerk wurde 1970 in Stahlbetonbauweise errichtet. Es besteht aus zwei 2-feldrigen Stahlbetonüberbauten aus jeweils zweistegigen Vollquerschnitten, die als Plattenbalkenbrücken ausgeführt sind. Die Überbauten ruhen auf tief gegründeten gemeinsamen Widerlagern und jeweils auf einem Mittelpfeiler. Im Grundriss folgen die Überbauten der Straßenführung und sind daher gekrümmt.
Gemäß Bauwerksbuch hat das Bauwerk folgende Parameter:
Teilbauwerk Nord (Bw 53.1):
— Stützweiten: 37,14 m/25,71 m,
— Gesamtlänge: 62,85 m,
— Breite: 13,95 m,
— Brückenfläche: 870 m2,
— Belastbarkeit nach DIN: BrKl 60.
Teilbauwerk Süd (Bw 53.2):
— Stützweiten: 24,01 m/28,50 m,
— Gesamtlänge: 53,99 m,
— Breite: 13,95 m,
— Brückenfläche: 743 m2,
— Belastbarkeit nach DIN: BrKl 60.
Das Brückenbauwerk wird in 2 Bauphasen vollständig abgebrochen und neu errichtet. Während der ersten Bauphase wird der nördliche Überbau weiter genutzt und der südliche Überbau einschließlich Widerlager wird abgebrochen und neu errichtet. Nach Inbetriebnahme des neuen südlichen Brückenüberbaus kann dann in einer zweiten Bauphase der nördliche Überbau einschließlich Widerlager erneuert werden.
Der Brückenneubau erfolgt mittels zweier getrennter stählerner Überbauten als Stabbogentragwerke mit jeweils unterschiedlichen Stützweiten. Die Hauptträger sind als selbstaussteifende Bogenträger vorgesehen. Aus gestalterischen Gründen werden die Hänger schräge ausgeführt.
Auf Grund der anstehenden Baugrundverhältnisse werden die Überbauten auf mit Großbohrpfählen tief gegründeten Widerlager aufgelagert. Zusätzlich sind Rückverankerungen zur Aufnahme der Horizontallasten erforderlich.
Die örtlichen Gegebenheiten ergeben schiefwinklige Überbauten.
Bauwerksdaten Ersatzneubau südlicher Überbau:
— Kreuzungswinkel: ca. 60 gon,
— Lichte Weite senkrecht: ca. 46 m,
— Stützweite in Brückenachse: ca. 59 m,
— Gesamtbreite: ca. 18 m.
Bauwerksdaten Ersatzneubau nördlicher Überbau:
— Kreuzungswinkel: ca. 60 gon,
— Lichte Weite senkrecht: ca. 38 m,
— Stützweite in Brückenachse: ca. 48 m,
— Gesamtbreite: ca. 18 m.
Wesentliche auszuführende Leistungen dieses Vergabeverfahrens sind folgende Arbeiten:
— Prüffähige Ausführungsplanung einschl. statischer Berechnungen,
— Rückbau der vorhandenen Brückenüberbauten und Abbruch der Widerlager und Flügelwände in mehreren Bauphasen,
— Neubau von 2 dreispurigen Straßenbrücken als stählerne Stabbogenbrücken mit unterschiedlichen Stützweiten einschließlich Erneuerung der tief gegründeten Brückenwiderlager sowie der Flügelwände in mehreren Bauphasen,
— Durchführung Verkehrssicherungsmaßnahmen für alle Bauzustände,
— Straßenbauarbeiten auf einer Gesamtlänge von ca. 230 m,
— Zugehörige Rohrleitungs- und Sielbauarbeiten im Umbaubereich,
— Einbau eines Dammbalkenverschlusses in eine bestehende Hochwasserschutzwand als Zufahrtsmöglichkeit zur Baustelle.
Während des Rück- und Neubaus der Brücken wird der Straßen- und der Eisenbahnverkehr größtenteils aufrecht erhalten werden. Vollsperrungen für Straße und Bahn sind terminlich bereits abgestimmt und in den jeweiligen Bauphasen zu berücksichtigen.
Die Bauzeit ist ab dem 3. Quartal 2021 bis Mitte 2025 vorgesehen.

2.5 Zuschlagskriterien
Preis

2.7
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Anzahl Kandidaten: 4

2.8 Kriterien
Die Bewerber werden anhand der unter III.1.4 aufgeführten objektiven Teilnahmeregeln und -kriterien ausgewählt.
Die 4 ranghöchsten Bewerber werden für das nachfolgende Verhandlungsverfahren herangezogen.
Es werden die 4 Bewerber mit der höchsten Gesamtpunktzahl ausgewählt.
Ergibt die Rangfolge auf Grund von Punktgleichheit einen Überhang an Bewerbern auf den ersten 4 Plätzen, entscheidet das Los über den Teilnehmerkreis dieser Bewerber.
Dabei werden zunächst die Plätze an die ranghöchsten Bewerber vergeben und die verbliebenen Plätze unter den rang nächsten verlost.
Die Punkte werden folgendermaßen vergeben:
1. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bewerbers 20 % (max. 20 Punkte) (gem. Pkt. III.1.2)).
Davon anteilig:
1.1 Mittlerer Jahresumsatz für vergleichbare Leistungen, gemittelt aus den Jahresumsätzen vergleichbarer Leistungen der letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren (entsprechend Kategorie D.2 des Bewerberbogens):
Bis zu 10 % (max. 10 Punkte):
— gemittelter Jahresumsatz vergleichbarer Leistungen < 15 Mio. EUR/Jahr: Ausschluss von der Wertung (Mindestkriterium),
— gemittelter Jahresumsatz vergleichbarer Leistungen > 30 Mio. EUR/Jahr: 10 Punkte dazwischenliegende Werte werden linear interpoliert.
1.2 Anzahl der Arbeitskräfte (Gesamtanzahl) bis zu 10 % (max. 10 Punkte)
(entsprechend Kategorie D.3):
— < 25 Angestellte: 0 Punkte,
— > 100 Angestellte: 10 Punkte Dazwischenliegende Werte werden linear interpoliert.
2. Fachliche Eignung des Bewerbers (Entsprechend Kategorie E.1) 80 % (max. 80 Punkte) (gem. Pkt. III.1.3))
Für die Bewertung der fachlichen Eignung sind Leistungen/Referenzen der letzten 10 abgeschlossenen Geschäftsjahren anzugeben, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind und den Bedingungen unter Pkt. III.1.3. entsprechen.
Jede ausgeführte und eindeutig nachgewiesene Besonderheit bei der Herstellung wird mit 2 Punkten bewertet, so dass eine Referenz maximal 16 Punkte erhält.
Es dürfen beliebig viele vergleichbare Referenzen eingereicht werden, die jeweils einzeln bewertet werden. Mit 5 vergleichbaren Referenzen kann die maximal zu erreichende Punktzahl erzielt werden. Werden mehr als 5 Referenzen eingereicht, werden die 5 punkthöchsten Referenzen in die Wertung aufgenommen.

2.10 Zusätzliche Angaben
Das Projekt steht unter dem Vorbehalt der noch nicht abschließend gesicherten Finanzierung.

3. Teilnahmebedingungen

3.1 Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
1. Angaben, ob und auf welche Art die Bewerberinnen und Bewerber wirtschaftlich mit Unternehmen verknüpft sind oder ob und auf welche Art sie auf den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit anderen zusammenarbeiten, sofern dem nicht berufsrechtliche Vorschriften entgegenstehen (Kategorie A.5 gem. Bewerberbogen),
2. Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens, der Standorte und der Niederlassungen. Sofern die Ausführung durch eine Niederlassung erfolgen soll, sind die abgefragten Daten für die Niederlassung zu erstellen. (Kategorie A.6 gem. Bewerberbogen),
3. Bescheinigung über die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister (Kategorie A.8 gem. Bewerberbogen),
4. Formlose Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 und 124 GWB 2016 vorliegen (Kategorie A.9 gem. Bewerberbogen),
5. Bestehende Berufs- und/oder Betriebshaftpflichtversicherung (Kategorie A.10 gem. Bewerberbogen),
7. Sofern vorhanden: Erklärung zur Qualitätssicherung: Nachweis einer Zertifikation nach DIN ISO 9001 oder gleichwertig (Kategorie A.12 im Bewerberbogen).

3.2 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
1. Der Gesamtumsatz des Bewerbers ist für die letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahre anzugeben. (Kategorie D.1 im Bewerberbogen)
2. Angaben zum Umsatz des Unternehmens in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit sie mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind. Soweit die Umsätze der Unternehmens mit anderen Unternehmen erbracht wurden, sind die jeweiligen Anteile des Unternehmens gesondert anzugeben.
(Kategorie D.2 im Bewerberbogen)
3. Angaben zur Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Berufsgruppen. Die Höhe der Mitarbeiterzahl soll Auskunft über die personelle Leistungsfähigkeit des Bewerbers geben. (Kategorie D.3 im Bewerberbogen)

3.3 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
1. Es sind Leistungen/Referenzen der letzten 10 abgeschlossenen Geschäftsjahren Anzugeben, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind. (Kategorie E.1 im Bewerberbogen)
Zu jedem Referenzprojekt können Referenzschreiben zu den Projekten sowie eine detaillierte Projektdarstellung auf gesonderter Anlage im Formular „Referenzprojekte beigefügt werden.
Es sind vergleichbare Referenzen aus dem Kompetenzbereich Ingenieurbau, Brückenbau einzureichen. Bei der eingereichten Referenz muss es sich um eine Straßen- oder Eisenbahnbrücke mit stählernen Überbauten und einer Stützweite von mindestens 40 m handeln.
Zusätzlich muss die eingereichte Referenz mindestens 2 der folgenden Besonderheiten bei der Herstellung aufweisen:
— Ersatzneubau in gleicher Lage,
— Bauen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs, d. h. der Straßen- und/oder Eisenbahnverkehr wurde während der Bauzeit größtenteils im Baufeld aufrecht erhalten, abgesehen von klar benannten Sperrzeiten,
— Arbeiten in Gleisnähe, d. h. es handelt sich bei der eingereichten Referenz um eine Eisenbahn- oder Straßenbrücke, die Gleisanlagen entweder überführt oder überbrückt,
— Arbeiten in der Nähe von elektrifizierten Gleisanlagen, d. h. es handelt sich bei der eingereichten Referenz entweder um eine Eisenbahn- oder Straßenbrücke, die elektrifizierte Gleisanlagen entweder überführt oder überbrückt,
— Ausführung von schiefwinkligen Widerlagern,
— Ausführung von Widerlagern mit Tiefgründung,
— Ausführung von baubegleitender Kampfmittelsondierung,
— Rückbau von Brückenüberbauten durch Zerlegen.
Die aufgeführten Besonderheiten bei der Herstellung müssen aus dem eingereichten Referenzformblatt oder den zusätzlich eingereichten Referenzschreiben bzw. Projektdarstellungen eindeutig textlich beschrieben sein. Eine Bewertung erfolgt allein auf Basis der eingereichten Unterlagen.
Es dürfen beliebig viele vergleichbare Referenzen eingereicht werden, die jeweils einzeln bewertet werden. Mit 5 vergleichbaren Referenzen kann die maximal zu erreichende Punktzahl erzielt werden. Werden mehr als 5 Referenzen eingereicht, werden die 5 punkthöchsten Referenzen in die Wertung aufgenommen.