Fernwärmesystemanbindung-West (FWS-West) Bauvorhaben Südleitung Bau einer begehbaren Tunnelanlage inkl. Start und Zielschacht (Gewerk T1)

Artikelnummer: V556650-2021-1 Kategorie:

Beschreibung

Auszug aus der Ausschreibung

1. Umfang der Beschaffung

1.1 Bezeichnung des Auftrags
Fernwärmesystemanbindung-West (FWS-West) Bauvorhaben Südleitung Bau einer begehbaren Tunnelanlage inkl. Start und Zielschacht (Gewerk T1)

1.2 CPV Code Hauptteil
45221000

1.3 Art des Auftrags
Arbeiten

1.4 Kurze Beschreibung
Die Wärme Hamburg ist ein zu 100 % städtischer Wärmeversorger. Die Wärme Hamburg beabsichtigt, eine Fernwärmeleitung von der neu zu errichtenden KWK-Anlage am Standort Dradenau bis nach Bahrenfeld (Notkestraße) zu errichten.
Die Wärme Hamburg GmbH plant mit dem „Projekt FWS-West, eine Fernwärmetransportleitung als Neubau von der neu geplanten Erzeugungsanlage am Standort Dradenau, (KWK-Anlage Dradenau) Dradenaustraße, durch das Hafengelände Waltershof, in einem neuen Tunnelbauwerk unter der Elbe hindurch bis zum bestehenden Fernwärme-Weststrang in Hamburg-Bahrenfeld in der Notkestraße zu verlegen und dort anzuschließen.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist der Bauabschnitt der Elbquerung mittels begehbaren Tunnel und die zugehörigen Start- und Zielschächten inkl. der zugehörigen erdverlegten Anschlüsse an die Anbindungspunkte (Gewerk T1).

2. Beschreibung

2.2 Weitere(r) CPV-Code(s)
45221240

2.3 Erfüllungsort
Wärme Hamburg GmbH
Andreas-Meyer-Straße 8
22113 Hamburg
Los Nutscode
DE600

2.4 Beschreibung der Beschaffung
Kurze Beschreibung des Gesamtbauvorhabens:
Die Wärme Hamburg GmbH plant mit dem „Projekt FWS-West, eine Fernwärmetransportleitung als Neubau von der neu geplanten Erzeugungsanlage am Standort Dradenau, (KWK-Anlage Dradenau) Dradenaustraße, durch das Hafengelände Waltershof, in einem neuen Tunnelbauwerk unter der Elbe hindurch bis zum bestehenden Fernwärme-Weststrang in Hamburg-Bahrenfeld in der Notkestraße zu verlegen und dort anzuschließen. Im Regelfall erfolgt die Verlegung der Fernwärmetransportleitung erdverlegt im Straßenbereich. Die Herstellung erfolgt in offener Bauweise.
Die FWS-West (Gesamtbaumaßnahme) hat folgende technischen Kennzahlen:
— Leitungslänge der Fernwärmetrasse ca. 7,6 km;
— Fernwärmetrasse bestehend aus 2 Rohren KMR DN 800/1100 (Vor- und Rücklauf);
— Transportmedium — voll entsalztes Wasser gem. AGFW Arbeitsblatt FW 510;
— Auslegungsdruck erdverlegte Leitungen 25 bar(Ü)/Elbquerung 29 bar (Ü);
— Auslegungstemperatur Vor- und Rücklaufleitung 140 oC.
Das Gesamtbauvorhaben ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt, wovon der Abschnitt der Elbquerung mittels begehbaren Tunnel und die zugehörigen Start- und Zielschächten inkl. der zugehörigen erdverlegten Anschlüsse an die Anbindungspunkte in diesem Vergabeverfahren behandelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die nördlich und südlich anschließenden erdverlegten Abschnitte in getrennten Vergabeververfahren behandelt.
Der Abschnitt Tunnel (Gewerk T1) soll Mitte 2021 begonnen und in 2024 beendet werden.
Beschreibung Abschnitt (Tunnel/Elbquerung)
Der Abschnitt Tunnel/Elbquerung Gewerk T1 beinhaltet im Wesentlichen den Start- und Zielschacht sowie die Tunnelkonstruktion inkl. der zugehörigen erdverlegten Anschlüsse an die Anbindungspunkte.
Leitungslänge der Fernwärmetrasse ca. 1,5 km bestehend aus:
— ca. 250 m erdverlegte KMR-Trasse DN 800/1100;
— ca. 1,25 km Stahlrohr-Trasse DN 800 mit 150 mm Dämmung und Blechummantelung in den Abschnitten Tunnel und Schachtbauwerke. Davon reine Tunnelstrecke von ca. 1,16 km.
Kurzbeschreibung wesentlicher Konstruktionselemente
Die wasserdichten Baugruben der Start- und Zielschächte sind als Schlitzwandkonstruktion mit rückverankerter Unterwasserbetonsohle geplant. Die Baugrube für den Startschacht besitzt eine Tiefe von ca. 30 m unter Gelände und einen Außendurchmesser von ca. 25 m. Die Baugrube des Zielschachtes weist eine Tiefe von ca. 35 m unter Gelände und einen Außendurchmesser von ca. 16 m auf. Der Tunnel wird als Tübbingvortrieb aufgefahren. Nach Fertigstellung der Baugruben und des Tunnels werden in den Baugruben die jeweiligen Schachtbauwerke in WU-Bauweise errichtet. In den Schachtbauwerken werden nach der jeweiligen Fertigstellung, Treppenturm, mehrere Zwischenebene aus Stahl sowie die gesamte Fernwärmetechnik (Rohrleitung, Absperrarmaturen, Entlüftung, Steuerung etc.) inkl. aller erforderlichen Nebeneinrichtungen installiert. Oberhalb des Geländes erhält der Startschacht ein kleines Betriebsgebäude zur Steuerung der Anlage.
Wesentliche Teilgewerke/Leistungen:
— Ausführungsplanung;
— Kampfmittelsondierung;
— Vermessung/Aufmaß;
— Spezialtiefbau;
— Rohbau;
— Tunnelbau/Tübbingvortrieb (EPB);
— Stahlbau;
— Brandschutz/Ausbau;
— Rohrleitungsbau/Fernwärmeleitung/Fernwärmetechnik;
— Installation TGA-Technik;
— Außenanlage/Freianlagen;
— Verkehrsanlagen;
— Abdichtungsarbeiten;
— Erdbauarbeiten;
— Abbruch und Abtransport.

2.5 Zuschlagskriterien
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2.7
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn: 2024-12-31
Verlängerungen
Einzelheiten zu etwaigen Verlängerungen enthalten die Vergabeunterlagen. Bei den Terminen handelt es sich um Plantermine, im Projektverlauf können sich noch Veränderungen ergeben.

2.8 Kriterien
Nach Prüfung der nach Ziff. III.1.1 vorzulegenden Angaben und Unterlagen zu Ausschlussgründen, sind maßgeblich für die Bewertung der Eignung die Leistungsfähigkeit (wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit) und die Fachkunde (technische und berufliche Leistungsfähigkeit). Die vorstehenden Kriterien werden anhand der gemäß Abschnitt III.1.2 und III.1.3 der EU-Bekanntmachung vorzulegenden Unterlagen bewertet.
Die Leistungsfähigkeit und Fachkunde stehen im Verhältnis 40 % (Leistungsfähigkeit) zu 60 % (Fachkunde). Für die Bewertung der Leistungsfähigkeit werden die unter Ziffer III.1.2 (WL2 und WL3) genannten Angaben und Nachweise herangezogen. Insgesamt können hier maximal 400 Punkte erzielt werden. Zur Beurteilung der Fachkunde werden die unter Ziffer III.1.3 (TL2, TL5 und TL6) genannten Angaben und Nachweise berücksichtigt. Hier können insgesamt maximal 600 Punkte erreicht werden. Wie unter Ziff. III.1.3) ausgeführt, ist mindestens eine Referenz über vergleichbare Tunnelbauleistungen sowie mindestens eine Referenz über das EBP-Vortriebsverfahren zu TL5.1 vorzulegen (Mindestanforderung). Weitere zusätzliche Referenzen zu TL5.1 sowie auch zu TL5.2 und TL5.3 sind fakultativ und fließen nach Zahl und Qualität in die Wertung/Vergabe der zu erreichenden Gesamtpunktzahl ein. Je höher und qualitativ hochwertiger die Zahl und die Qualität der Referenzen aus den Bereichen TL5.1 bis TL5.3 ausfällt, desto höher der Prozentsatz und mithin die Gesamtpunktzahl.
Die einzelnen Angaben und Nachweise haben bei insgesamt 1 000 möglichen Punkten folgende Wertigkeit:
— WL2: bis zu 200 Punkte;
— WL3: bis zu 200 Punkte;
— TL2: 50 Punkte;
— TL5.1 bis TL5.3: bis zu 375 Punkte;
— TL6: bis zu 175 Punkte.
Die Bewertung der Leistungsfähigkeit und Fachkunde erfolgt in einem relativen Vergleich der Bewerber miteinander auf der Grundlage der nachfolgenden Skala/Notenstufen. Die maximal erreichbaren Punktzahlen pro Angabe/Nachweis werden mit dem jeweils erreichten Gewichtungsfaktor multipliziert. Anschließend werden die so ermittelten Punktzahlen addiert.
— 100 % = sehr gut/ optimal: Bewerber liegt in Bezug auf das Eignungskriterium mit Blick auf das Bewerberfeld weit über dem Durchschnitt;
— 80 % = gut: Bewerber liegt in Bezug auf das Eignungskriterium mit Blick auf das Bewerberfeld deutlich über dem Durchschnitt;
— 60 % = vollbefriedigend: Bewerber liegt in Bezug auf das Eignungskriterium mit Blick auf das Bewerberfeld im oberen Durchschnittsbereich;
— 40 % = befriedigend: Bewerber liegt in Bezug auf das Eignungskriterium mit Blick auf das Bewerberfeld im unteren Durchschnitt;
— 20 % = ausreichend: Bewerber liegt in Bezug auf das Eignungskriterium mit Blick auf das Bewerberfeld weit im unteren Durchschnitt;
— 0 % = ungenügend: Bewerber lässt in Bezug auf das Eignungskriterium eine völlige Nichterfüllung erwarten.
Im Bereich zwischen 0 % und 100 % können zur Berücksichtigung einer Tendenz zur jeweils höheren Notenstufe Zwischenwerte gebildet werden (10 %, 30 %, 50 %, 70 %, 90 %), die textlich der jeweiligen Notenstufe mit der darunter liegenden geraden Prozentzahl zugeordnet werden. Eine Bewertung eines Eignungskriteriums (Leistungsfähigkeit bzw. Fachkunde) mit 0 % würde einer völligen Nichterfüllung des jeweiligen Eignungskriteriums entsprechen, was den Ausschluss des Teilnahmeantrages zur Folge hat. Hinweis: Hierbei handelt es sich um die Auswahl-, nicht um die Zuschlagskriterien.

2.9 Angaben zu Optionen
Optionen sind Gegenstand des Verhandlungsverfahrens. Der Ausschluss von Optionen bleibt vorbehalten.

2.10 Zusätzliche Angaben
Zu Ziffer II.2.10: Varianten/Alternativangebote sind Gegenstand des Verhandlungsverfahrens. Der Ausschluss von Varianten/Alternativangeboten bleibt vorbehalten.
Nebenangebote sind für das Vortriebsverfahren (siehe später ausgehändigte vollständige Leistungsbeschreibung) nicht zugelassen. Nachdem das Baugrundgutachten den geologischen Längsschnitt der Elbe im maßgeblichen Bereich als stark wechselhaft beschreibt und der Planer — diesem Umstand geschuldet — eine Einteilung in unterschiedliche Vortriebsbereiche mit vergleichbarer Geologie vornimmt, wird die Verwendung des Erddruckschilds unter Einsatz einer EPB-TBM als einzig zugelassene Angebotsvariante für den Bereich Vortrieb gewählt. Weitere Einzelheiten zu Nebenangeboten finden sich im Verfahrensbrief 2.

3. Teilnahmebedingungen

3.1 Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Die Bewerbungsunterlagen (Vordrucke und Formulare) können auf der in Ziffer I.3) genannten Internetadresse abgerufen werden. Die Verwendung der Bewerbungsunterlagen (soweit zur Verfügung stehend) ist verbindlich. Eingereichte Nachweise müssen noch gültig sein; soweit Anforderungen an die Aktualität gestellt werden, bezieht sich der Zeitpunkt auf den Tag der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung (vgl. Ziffer VI.5).
Für die Erklärungen und Unterlagen gemäß PL2 bis PL6 kann — sofern möglich — unter Nennung der Registernummer auf eine Eintragung in der PQ-Liste des Vereins für die Präqualifizierung von Bauunternehmen e. V. verwiesen werden.
Mit ihrem Teilnahmeantrag haben die Bewerber folgende Dokumente bzw. Unterlagen vorzulegen:
PL1: Darstellung des Unternehmens mit Rechtsform, Sitz, Gegenstand, Geschäftsleitung des Unternehmens, Unternehmensstruktur (z. B. Muttergesellschaften, Konzernzugehörigkeit, Niederlassungen — Organigramm), mit Darstellung der Gesellschafts- und Kapitalverhältnisse des Bewerbers sowie ggf. zur zuständigen Niederlassung.
PL2: Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (sowohl zwingende als auch fakultative Ausschlussgründe, §§ 123, 124 GWB; ein Formblatt ist in den Bewerbungsunterlagenenthalten).
PL3: Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern ordnungsgemäß bei gekommen ist (Nachweise; Kopien sind ausreichend, auch wenn die Gültigkeit der Bescheinigung auf das Original beschränkt ist; das Ausstellungsdatum darf nicht älter als 6 Monate sein).
PL4: Unbedenklichkeitsbescheinigung von 2 Krankenkassen (diejenigen, bei denen die meisten Mitarbeiter des Bewerbers versichert sind), dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen zur Sozialversicherung ordnungsgemäß bei gekommen ist (Nachweise; Kopien sind ausreichend, auch wenn die Gültigkeit der Bescheinigung auf das Original beschränkt ist; das Ausstellungsdatum darf nicht älter als 6 Monate sein).
PL5: Aktueller Eintrag aus dem Berufs- oder Handelsregister des Herkunftslandes bzw. Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung.
PL6: Mitgliedbescheinigung der Berufsgenossenschaft.
Kann ein Bewerber aus einem stichhaltigen Grund einen geforderten Nachweis nicht beibringen, so kann er seine Leistungsfähigkeit durch Vorlage anderer, vom Auftraggeber für geeignet erachteter Belege nachweisen. Die Anforderung weiterer Eigenerklärungen und Bescheinigungen behält sich der Auftraggeber für am Ende des Teilnahmewettbewerbs ausgewählte Bieter und etwaige Nachunternehmer mit der Angebotsabgabe auf gesondertes Verlangen vor.

3.2 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
WL1: Aktuelle Auskunft einer Geschäftsbank des Bewerbers über die wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Kreditwürdigkeit und zur Zahlungsfähigkeit.
WL2: Eigenerklärung über den jährlichen Gesamtumsatz des Bewerbers sowie den Umsatz des Bewerbers für mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbaren Leistungen (Realisierung von vergleichbaren Tunnelbauprojekten) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (kein Konzernumsatz). Falls der Bewerber noch keine 3 Jahre existiert, sind entsprechende Umsatzangaben für den Zeitraum des Bestehens anzugeben. Bei Bewerbergemeinschaften ist die Eigenerklärung von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft abzugeben.
WL3: Vorlage der Jahresabschlüsse (Bilanz, GuV, Anhang, jeweils inklusive Lagebericht und Cash-Flow-Rechnung und Prüfungsberichte der Abschlussprüfer) für die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre. Die Vorlage der Einzelabschlüsse der Bewerbergesellschaft/jedes Mitglieds einer Bietergemeinschaft sind zwingend erforderlich. Im Falle einer Konzernzugehörigkeit behalten wir uns vor, Konzernabschlüsse zur Einbeziehung in die Eignungsprüfung abzufordern, die die Bewerbergesellschaft bzw. das Mitglied der Bietergemeinschaft als Mutterunternehmen aufstellt oder bei denen die Bewerber als Tochterunternehmen eingebunden sind.
Falls der Bewerber noch keine 3 Jahre existiert, sind entsprechende Abschlüsse für den Zeitraum des Bestehens anzugeben.
WL4: Nachweis einer (Betriebs-)Haftpflicht-Versicherung im industrieüblichen Standard als Versicherung gegen Personen-, Sach-, Vermögens- und Umweltschäden aufgrund oder im Zusammenhang mit der Durchführung der Lieferungen und Leistungen einschließlich Produkthaftung und erweiterter Produkthaftung mit einer Mindestdeckungssumme von 10 000 000 EUR pro Schadenereignis bei zweifacher Jahresmaximierung während der Laufzeit dieses Vertrags (einschließlich der Mangelhaftungsfrist).
Zusätzlich:
Eigenerklärung, dass im Auftragsfalle eine (zusätzliche) Haftpflichtversicherung (Objektversicherung) für dieses Projekt mit einer Deckungssumme von mind. 50 Mio. EUR für Personen-, Sach-, Vermögens- und Umweltschäden abgeschlossen wird.
WL5: Eigenerklärung, dass im Auftragsfall eine Vertragserfüllungsbürgschaft durch eine Geschäftsbank gestellt und diese nach Fertigstellung in eine Gewährleistungsbürgschaft umgewandelt wird. Die Eigenerklärung umfasst auch die Aussage, dass in den vergangenen 3 Projekten ein solches Vorgehen erfolgt ist.
Der Auftraggeber behält sich vor, eine Wirtschaftsauskunft über den Bewerber einzuholen.
Kann ein Bewerber aus einem stichhaltigen Grund einen geforderten Nachweis nicht beibringen, so kann er seine Leistungsfähigkeit durch Vorlage anderer, vom Auftraggeber für geeignet erachteter Belege nachweisen. Die Anforderung weiterer Eigenerklärungen und Bescheinigungen behält sich der Auftraggeber für am Ende des Teilnahmewettbewerbs ausgewählte Bieter und etwaige Nachunternehmer mit der Angebotsabgabe auf gesondertes Verlangen vor.

3.3 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
TL1: Aktuelles gültiges Zertifikat zum Bestehen eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO 9001 oder über ein vergleichbares Zertifizierungssystem.
TL2: Falls vorhanden: Aktuelles gültiges Zertifikat zum Bestehen eines Umweltmanagementsystems nach DIN ISO 14001 oder ein vergleichbares System.
TL3: Aktuelles gültiges Zertifikat zum Bestehen eines Arbeitsschutz- & Gesundheitsschutz-Managementsysteme nach DIN ISO 45001 oder ein vergleichbares System.
TL4: Nachweis der gültigen AGFW-Zertifizierung nach FW 601 Gruppe FW 1 für den Rohrleitungsbau.
TL5.1: Referenzangabe über vergleichbare Tunnelbauleistungen (Bau einer Tunnelanlage mit vergleichbarer Länge, Tiefe, Durchmesser) mit Fertigstellung in den letzten 10 Jahren (es ist mindestens eine Referenz vorzulegen (Mindestanforderung)) sowie Referenzangabe über Ausführung des ausgeschriebenen Tunnelvortriebsverfahren (EPB-TBM) mit Fertigstellung in den letzten 10 Jahren (es ist mindestens eine Referenz vorzulegen (Mindestanforderung)). Die beiden vorzulegenden Referenzen können jeweils aus einer gemeinsamen Gesamtreferenz stammen oder sich auf unterschiedliche Referenzprojekte aufteilen (keine Deckungsgleichheit gefordert):
— Beschreibung des Referenzprojektes inkl. Ortsangabe, Projektgröße, -volumen und Auftragswert sowie Hauptleistungsinhalte;
— Verwendungszweck der Tunnelanlage sowie Angabe technischer Merkmale (Tiefe, Länge, Durchmesser);
— Angaben zum Tunnelbauverfahren (Geologie, Bodenklassen, besondere Umstände, etc.);
— Angabe, nach welcher Norm/führendes Regelwerk die Anlage errichtet wurde;
— Beginn und Ende der Leistungszeit;
— Nennung des Referenzauftraggebers mit Anschrift;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Referenzauftraggebers mit Kontaktdaten;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Bewerbers;
— Angabe über den erbrachten Leistungsumfang, Aufgabe und Funktion des Bewerbers;
— Anzahl der am Projekt beschäftigten Mitarbeiter, besondere Qualifikationen des Bewerbers;
— Angabe ggf. eingesetzter Nachunternehmer;
— Beschreibung Nachunternehmeranteil, Angabe der Qualifikation, ggf. Angabe Anzahl der Beschäftigten.
TL5.2: Referenzangabe über vergleichbare Leistungen (Bau einer Schachtanlage mit Start- und/oder Zielschacht vergleichbarer Tiefe und Durchmesser) der letzten 10 Jahre im Sinne der Beschreibung der ausgeschriebenen Leistung (soweit vorhanden, nicht zwingend beizubringen, keine Mindestanforderung):
— Beschreibung des Referenzprojektes inkl. Ortsangabe, Projektgröße, -volumen und Auftragswert sowie Hauptleistungsinhalte;
— Verwendungszweck der Schachtanlage sowie Angabe technischer Merkmale (Tiefe, Durchmesser);
— Angaben zum Bauverfahren (Geologie, Bodenklassen, besondere Umstände) sowie zu Methoden der Baugrubensicherungen (z. B. Bohrpfahlwand, Schlitzwand);
— Angaben zur Herstellung von Minipfählen (z. B. GEWI-Zugpfähle etc.);
— Angaben zu zusätzlichen Arbeiten, die im Zuge der Erstellung der Bauwerke notwendig waren (z. B. Injektionen, Zuganker, Zugpfähle, Entwässerung etc.);
— Angabe, nach welcher Norm/führendes Regelwerk die Anlage errichtet wurde;
— Beginn und Ende der Leistungszeit;
— Nennung des Referenzauftraggebers mit Anschrift;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Referenzauftraggebers mit Kontaktdaten;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Bewerbers;
— Angabe über den erbrachten Leistungsumfang, Aufgabe und Funktion des Bewerbers;
— Anzahl der am Projekt beschäftigten Mitarbeiter, besondere Qualifikationen des Bewerbers;
— Angabe ggf. eingesetzter Nachunternehmer;
— Beschreibung Nachunternehmeranteil, Angabe der Qualifikation, ggf. Angabe Anzahl der Beschäftigten.
TL5.3: Referenzangabe über vergleichbare Leistungen (Bau/Legung einer Rohrleitungsanlage vergleichbarer Nennweite und Auslegungsparameter) der letzten 10 Jahre im Sinne der Beschreibung der ausgeschriebenen Leistung (soweit vorhanden, nicht zwingend beizubringen, keine Mindestanforderung):
— Beschreibung des Referenzprojektes inkl. Ortsangabe, Projektgröße, -volumen und Auftragswert sowie Hauptleistungsinhalte;
— Verwendungszweck der Rohrleitungsanlage sowie Angabe technischer Merkmale (Nennweite, Durchmesser, Auslegungsdruck und Auslegungstemperatur);
— Angaben zum Bau/Legungsverfahren (Einbringen und Fixieren der Bauteile);
— Angabe, nach welcher Norm/führendes Regelwerk die Anlage errichtet wurde;
— Beginn und Ende der Leistungszeit;
— Nennung des Referenzauftraggebers mit Anschrift;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Referenzauftraggebers mit Kontaktdaten;
— Nennung der Verantwortlichen auf Seiten des Bewerbers;
— Angabe über den erbrachten Leistungsumfang, Aufgabe und Funktion des Bewerbers;
— Anzahl der am Projekt beschäftigten Mitarbeiter, besondere Qualifikationen des Bewerbers;
— Angabe ggf. eingesetzter Nachunternehmer;
— Beschreibung Nachunternehmeranteil, Angabe der Qualifikation, ggf. Angabe Anzahl der Beschäftigten.
TL6: Angabe der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Aufgabenfeldern/Qualifikationen etc. (u. a. mindestens Projektleitung, Bauleitung, Qualitätsmanagement, Terminüberwachung) gemäß Bewerbungsunterlagen der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre) sowie Angabe der Beschäftigten.
TL7: Eigenerklärung, dass der Bewerber im Falle der Auftragserteilung in der Lage ist, die gesamte Auftragsabwicklung einschließlich Dokumentation und Schriftverkehr in deutscher Sprache abzuwickeln.
TL8: Arbeits- und Gesundheitsschutz (Fragebogen). Der Bewerber hat den bereitgestellten Fragebogen gemäß Bewerbungsunterlagen vollständig zu beantworten.
Der Auftraggeber kann in Einzelfällen die Vorlage von Referenzbescheinigungen der Referenzauftraggeber verlangen.

4. Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
Die am Ende des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten Bieter haben im Laufe des Verhandlungsverfahrens eine Eigenerklärung zur Tariftreue und zur Zahlung eines Mindestlohnes abzugeben. Das in den später ausgehändigten Vergabeunterlagen beigefügte Formblatt ist zwingend zu verwenden. Es wird darauf hingewiesen, dass sich diese Eigenerklärung hinsichtlich der Zahlung des vergaberechtlichen Mindestentgelts nicht auf Beschäftigte bezieht, die bei einem Bieter oder Nachunternehmer im EU-Ausland tätig sind und die Leistung ausschließlich im EU-Ausland erbringen.

Zusätzliche Information

Vertragsabschluss

200

Gründung/Rohbau-

212

Bauleistungen-

,

Fachplanung-

sonstige_Leistungen-

,

Objekt–

,

Elemente-

,

Nutzung-

Technische Ausstattung-

Brand-/Wärmeschutz-

Studien_Gutachten-

, ,

284_Massnahme-

, ,