Vergabe: 08.03.2022 – Stadt Oettingen i. Bayern – 99096 Erfurt – Spezialbauarbeiten, außer Dachbauten

Information
AUSSCHREIBUNG
Auftragsbekanntmachung:2022/S 050-126683
Erfüllungsort:DONAU-RIES
PLZ Erfüllungsort:86609
Objekt:
Nutscode Erfüllungsort:DE27D - DONAU-RIES
Auftragsvergabe:08.03.2022
Projektstart:
Ausschreibungsweiteeuropaweit
Art des Auftrags:Arbeiten
CPV Kategorie:V-45262000 Spezialbauarbeiten, außer Dachbauten
Anzahl Angebote:5
Auftragswert:513833 EUR

Ausschreibungsdaten

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Schlagwörter:

Naturstein | Stahlbeton | Ziegel | Natursteinboden | Putz | Tiefbauarbeiten | Elemente | Neubau | Sanierung | Rückbau | Restaurierung | Massiv | Keller |
Auftraggeber
Auftraggeber:Stadt Oettingen i. Bayern
Straße:Schloßstr. 36
PLZ:86732
Nutscode:DE27D - DONAU-RIES
Ort:Oettingen i. Bayern
Land:DE
Kontakt:
Email:krone@oettingen.de
Telefon:+49 1715432054

Website Auftraggeber

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Auftragnehmer
Auftragnehmer:Pressbau Erfurt GmbH
Straße:Steigerstr. 9
PLZ:99096
Nutscode:DEG01 - ERFURT, KREISFREIE STADT
Ort:Erfurt
Kontakt:
Email:kontakt@pressbau-erfurt.de
Telefon:+49 361220310

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Zusammenfassung der Originalausschreibung

Auszug aus der Bekanntmachung über vergebene Aufträge

1. Umfang der Beschaffung

1.1 Bezeichnung des Auftrags
Spezialmaurerarbeiten Krone, Kronensaal, Stadtmauer

1.2 CPV Code Hauptteil
45262000

1.3 Art des Auftrags
Arbeiten

1.4 Kurze Beschreibung
Kurzbeschreibung Spezialmaurerarbeiten:
Im Rahmen des Projektes Reaktivierung Hotel Krone werden folgende Spezialmaurerarbeiten benötigt:
Bohr- und Verpressarbeiten: ca. 80m
Rissebearbeitung: ca. 100m
Kleinbohrpfahlarbeiten: ca. 350m
Gründungssanierung Stadtmauer: ca. 70m
Gründungen aus Stahlbeton: ca. 36cbm
Weitere Leistungen:
Rückbau, Abfangungen, Sanierung und Ergänzung von Naturstein- und Ziegelmauerwerk, Fugensanierung, etc.

2. Beschreibung

2.2 Weitere(r) CPV-Code(s)
45262000

2.3 Erfüllungsort
Stadt Oettingen i.Bay.
Los Nutscode
DE27D

2.4 Beschreibung der Beschaffung
1. Krone
Am Mauerwerk der Nordostecke gibt es deutliche Rißschäden, welche auf Setzungen am Fundament hindeuten. Die überputzten Risse sind erneut aufgegangen, Auch entlang der Traufwand sind im 1. und 2. Obergeschoss vertikale Risse vorhanden. Die statischen Risse im Ostgiebel werden kraftschlüssig verpresst und durch einen Bohranker oberhalb der Fenster im Erdgeschoss gesichert.
2. Kronensaal
Das Dachtragwerk des Kronensaals ist eine über 15,00 m freitragende Zollingerkonstruktion. Die Dachkonstruktion weist in Längsrichtung eine Durchbiegung von 14,0 cm auf. Ebenso ist am Gesims auf der Südseite eine analoge Einsenkung von12,0 cm zu erkennen. Die Außenwand ist dort diagonal durchgerissen und weist auf eine Setzung hin. Analog sind auch die Risseschäden und Verformungen auf der Nordseite. Die Ursache der Verformungen und Risseschäden liegt am Baugrund, da der Kronensaal direkt in den historischen Graben außerhalb der Stadtmauer gegründet worden ist. Der tragfähige Baugrund wurde erst in ca. 4,00 m erkundet. Es wird eine Nachgründung der Außenwände und des Erdgeschossbodens durchgeführt. Dazu werden ab der Traufe die Längswände und die Stahlbetonfundamente durchbohrt und diese mittels Kleinbohrpfählen tiefer gegründet. Der derzeitige Bodenaufbau auf Lagerhölzern wird bauseits vollständig ausgebaut. Es wird ein Fundamentbalken in Saalmitte hergestellt. Dieser wird ebenfalls mit Kleinbohrpfählen tiefer auf den tragenden Boden gegründet. Darauf wird später bauseits eine freitragende Stahlbetonplatte hergestellt. Die Mauerwerksrisse werden nach der Gründungsverbesserung kraftschlüssig verpresst.
3. Stadtmauer
Die Stadtmauer ist eine romanische Mauerkonstruktion, die außen und teilweise innen aus bossierten Natursteinquadern aus Suevit hergestellt ist. Die Wandhöhe bis zum Fundament beträgt ca. 3,30 m – 3,70 m, die Mauerstärke ca. 1,05 m – 1,25 m. Die historische Stadtmauer wurde im Zuge des Parkplatzneubaus am Saugraben abgegraben und das Fundamentmauerwerk freigelegt. Dadurch wurde die Vermörtelung des Fundamentes durch die Witterung ausgewaschen und es entstanden entsprechend große Hohlräume, welche bis zu 40 cm in die Tiefe reichen. Aufgrund der späteren Überbauung durch den Müllerstadel wurde zwar einerseits die Mauerkrone vor der Witterung geschützt, jedoch wurde der Dachstuhl und die Decken außermittig auf die äußere Sichtschale abgelastet. Der nicht kompensierte Dachschub aus den Dachtragwerken und die Auswaschung der Fundamente hat die äußere Schale um ca. 10,0 – 15,0 cm nach außen verformt.
Im nördlichen Abschnitt der Mauer ist die innere Schale schon sehr früh weggebrochen, sodass hier nur noch die äußere Schale mit einer Mauerstärke von ca. 40 cm vorhanden ist. Dort hat es in der Sichtschale vermehrt abgetreppte Risseschäden durch die Vermörtelung gegeben. Aufgrund der Witterung wurden auch die Lagerfugen, insbesondere im unteren Drittel, ausgewaschen. Die historische Stadtmauer wird nur statisch gesichert und nicht belastet. Da auf der Rückseite der Hotelneubau unterkellert wird, muss die Mauer vorher abgefangen und tiefer gegründet werden. Dazu werden unter dem Fundamentmauerwerk Quertraversen eingebaut und innen und außen mit Kleinbohrpfählen abgetragen. Vorher wird das Fundamentmauerwerk durch Verfugungen, Verpressung der Hohlräume einschließlich Vernadelung mit der rückwärtigen Bruchsteinschale stabilisiert. Vor dem Rückbau des Müllerstadels muss die Mauer in Richtung Parkplatz bauseits mit einer Holzkonstruktion statisch gesichert werden. Nach dem Rückbau werden nicht mehr benötigte Fenster- und Türöffnungen vermauert. Die zukünftig geplanten 5 Fenster in Form sich nach innen öffnender Scharten mit Segmentbogenüberdeckung werden in traditioneller Mauerwerkstechnik eingebaut. Die Risse entlang der Lager- und Setzfugen werden kraftschlüssig verpresst, die Fugen erhalten eine einheitliche Neuverfugung. Die ausgebrochene, innere Mauerschale im nördlichen Abschnitt wird auf der Innenseite durch Herstellen einer neuen inneren Ziegelschale wieder stabilisiert. Partielles Abtragen der Mauerkrone auf waagrechte Ebene.

2.7
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

3. Teilnahmebedingungen