Umstrukturierung/Neubau des Standortes St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof – Vergabe von Projektsteuerungs- und von Projektleitungsleistungen (s. Ziff. II.2.4)

Artikelnummer: V392102-2021-1 Kategorie:

Beschreibung

Auszug aus der Ausschreibung

1. Umfang der Beschaffung

1.1 Bezeichnung des Auftrags
Umstrukturierung/Neubau des Standortes St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof – Vergabe von Projektsteuerungs- und von Projektleitungsleistungen (s. Ziff. II.2.4)

1.2 CPV Code Hauptteil
71541000

1.3 Art des Auftrags
Dienstleistungen

1.4 Kurze Beschreibung
Das St. Joseph Krankenhaus und das Franziskus Krankenhaus beabsichtigen die Standortkonzentration auf dem Gelände des St. Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof, um künftig eine hohe Versorgungssicherheit und -qualität zu erreichen.
Die geplante Gesamtmaßnahme soll über 15 Jahre in mehreren Bautakten realisiert werden. Jeder Bautakt bildet eine in sich abgeschlossene Maßnahme. Gegenstand dieses Verfahrens sind die „Bauvorbereitung“ sowie „Bautakt 1“. Grundlage bilden eine „Machbarkeitsstudie Zielfindung Standort Wüsthoffstraße“ und das Bedarfsprogramm (Verf.: RRP Architekten + Ingenieure GbR, München; 2019/2020). Die Machbarkeitsstudie wird bereits i.R. des Teilnahmewettbewerbs zur Verfügung gestellt, das Bedarfsprogramm (noch nicht genehmigt) erhalten die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bieter mit Angebotsaufforderung.
Die Realisierung der Maßnahmen erfolgt mit Mitteln des Landes Berlin/des Bundes. Bei Planung und Realisierung müssen die Förderbedingungen eingehalten werden.

1.5 Geschätzer Gesamtwert
EUR 88050000.00

2. Beschreibung

2.3 Erfüllungsort
12101 Berlin
Los Nutscode
DE300

2.4 Beschreibung der Beschaffung
Die zu vergebenden Steuerungsleistungen betreffen „Bauvorbereitung“ und „Bautakt 1“ mit folgenden Maßnahmen:
1. „Bauvorbereitung“: Aufstockung Haus A in 2 Ebenen in Leicht-/Modulbauweise für Klinik für seelische Gesundheit im Kinder-/Jugendalter mit Allgemeinpflegestationen inkl. Anpassung/Erweiterung technische Infrastruktur Haus A als Interim für Rückbau Haus D (Grundposition).
2. „Bautakt 1“: Rückbau Haus D inkl. Tiefgarage sowie Neubau (7 Geschosse inkl. 2. UG) für Notaufnahme, Radiologie, Ambulanz, Entbindung, Neonatologie sowie Allgemeinpflege FKH, Pädiatrie, IMC und Verwaltung/AD.
3. Alternativposition zu „Bauvorbereitung“: Neubau anderenorts.
Bei der Planung sind räumliche/infrastrukturelle Abhängigkeiten zu den Bautakten 2/3 zu beachten. Die Maßnahmen sollen bei laufendem Betrieb realisiert werden, angrenzende Bereiche dürfen nur minimalinvasiv von Baumaßnahmen betroffen sein.
Die geplanten Maßnahmen zeichnen sich zusammenfassend wie folgt aus:
1. Gebäudetyp: Gesundheitseinrichtung,
2. Art: Erweiterung (Aufstockung Haus A/Bestandsanpassungen [ggf. Ersatz durch Neubau]) und Neubau,
3. BGF: ca. 6 400 qm Aufstockung/ca. 26 800 qm Neubau,
4. Geschätzte Gesamtbaukosten (KGr 200-700 nach DIN 276): rd. 104,8 Mio. EUR brutto (vorläufig: KGr 300: 36,7 Mio./KGr 400: 29,3 Mio.).
Gegenstand dieses Verfahrens ist die Vergabe von Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an §2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (2020) in den Handlungsbereichen A (Organisation, Information, Koordination und Dokumentation), B (Qualitäten und Quantitäten), C (Kosten und Finanzierung), D (Termine, Kapazitäten und Logistik) und E (Verträge und Versicherungen).
Neben Grundleistungen sollen ausgewählte Besondere Leistungen (s. a. Leistungsbild) sowie optional weitere Leistungen (s. Ziff. II.2.11) beauftragt werden. Innerhalb der Projektsteuerung muss flexibel auf die Erfordernisse der einzelnen Baumaßnahmen – innerhalb des Kostenrahmens – eingegangen werden. Außerdem sollen optional Leistungen der Projektleitung in Anlehnung an §3 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (2020) vergeben werden. Der Projektleitung obliegt die direkte Verantwortung für die Erreichung der Projekt-/Auftragsziele (in Linienfunktion) in den im Leistungsbild dargestellten Umfang.
Plant der Bewerber den Einsatz von Unterauftragnehmern, sind diese in der Stufe 2 des Verfahrens (Verhandlungsverfahren) zu benennen. Die Angabe einer geplanten Unterauftragsvergabe i. R. des Teilnahmewettbewerbs ist freiwillig.
Wesentliche Planungs-/Beratungsleistungen (Objektplanung, Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung, Brandschutz, Bauphysik) werden durch einen Generalplaner erbracht. Bewerbungen eines wirtschaftlich mit dem noch in Auswahl befindlichen Generalplaner und/oder weiteren Planern/Beratern verflochtenen Büros sind nicht zulässig und führen zum Ausschluss des Bewerbers vom jeweiligen Verfahren.
Die Realisierung erfolgt ggf. mit einem Generalunternehmen (Beauftragung auf Grundlage detaillierter Leistungsbeschreibungen mit Leistungsverzeichnissen nach Leistungsbereichen).
Gesucht wird ein Projektsteuerer mit Erfahrung im Bereich Gesundheitswesen (insb. Krankenhaus) o. vgl.. Eine losweise Vergabe scheidet aufgrund der Komplexität der Bauaufgabe aus. Die Vergabe erfolgt stufenweise (s. II.2.11). Optionale Leistungen: s. II.2.11.
Zeitrahmen:
1. Beauftragung: vorauss. 02/2021,
2. Planung/Baudurchführung: bis 12/2025,
3. Projektabschluss: im Nachgang (II.2.7: Zirka-Angaben ohne LPh 9 und Gewährleistungszeit).
Folgende Unterlagen können i.R. des Teilnahmewettbewerbs im Internet abgerufen werden (s. Ziff. I.3): Teilnahmeantrag (inkl. Bewertungsmatrix Stufe 1) und zugehörige Formblätter (A1-Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung; A2-Erklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen und über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen; A3-Eigenerklärung Eignungsleihe; A4-Verpflichtungserklärung Eignungsverleiher), Bewertungsmatrix Stufe 2, Machbarkeitsstudie, Leistungsbild.

2.5 Zuschlagskriterien
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2.6 Geschätzter Wert
EUR>88050000.00

2.7
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Die Laufzeit des Vertrages kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend bestimmt werden. Sie kann sich je nach Projekterfordernis verändern; daraus können keinerlei Ansprüche abgeleitet werden.

2.8 Kriterien
1. Die Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden erfolgt auf Grundlage der zum Nachweis der Eignung gemachten Angaben, vorgelegten Erklärungen und Unterlagen mit einem Schwerpunkt bei den Referenzprojekten. Die maximal erreichbare Punktzahl beträgt 1.195 Punkte (Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: 20,92 %; Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: 79,08 %).
Die detaillierten Angaben zur Bewertungsmatrix Stufe 1 können dem Anhang zum Teilnahmeantrag entnommen werden (Dokument „Teilnahmeantrag“ im Ordner „Vom_Unternehmen_auszufuellende_und_mit_dem_Teilnahmeantrag_abzugebende_Dokumente“).
2. Eine Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden erfolgt nur, wenn mehr als fünf Bewerber die Mindestanforderungen erfüllen. In diesem Fall ist die Rangfolge der erreichten Punkte für die Auswahl maßgebend. Bei Punktegleichstand entscheidet das Los.

2.9 Angaben zu Optionen
1. Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Mit dem Abschluss des Vertrages wird die Projektstufe 1 (Leistungsphase 1 der Planer) und die Projektstufe 2 teilweise (LPh 2 der Planer) in den Handlungsbereichen A-E für alle Maßnahmen (s. Ziff. II.2.4) fest beauftragt (VPU):
— Stufe 2: Projektstufe 2 – hier LPh 3 der Planer;
— Stufe 3: Projektstufe 2 – hier LPh 4 der Planer/Projektstufe 3 – hier LPh 5 der Planer;
— Stufe 4: Projektstufe 3 – hier LPh 6-7 der Planer;
— Stufe 6: Projektstufe 4 – hier LPh 8 der Planer;
— Stufe 7: Projektstufe 5 – hier LPh 9 der Planer.
2. Die Beauftragung weiterer Stufen ist für den Auftraggeber optional; hierauf besteht kein Anspruch des Auftragnehmers. Die Optionen auf die Leistungen der weiteren Stufen können teilweise und beschränkt auf einzelne Abschnitte/Maßnahmen ausgeübt werden. Aus der stufenweisen Beauftragung bzw. Nichtbeauftragung der weiteren Stufen ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere bzw. zusätzliche Vergütung.
3. Beauftragung ausgewählter optionaler Besonderer Leistungen sowie ggf. zusätzlicher Besonderer Leistungen in Anlehnung an AHO-Heft Nr. 9, sofern und soweit erforderlich.
4. Beauftragung des Inbetriebnahmemanagements entsprechend AHO-Schriftenreihe Nr. 19 (Ergänzende Leistungsbilder im Projektmanagement für die Bau- und Immobilienwirtschaft [Stand 01/2018]), Kapitel 8,
5. Mit der Angebotsaufforderung im Verhandlungsverfahren (Stufe 2 des Verfahrens) werden zusätzlich insbesondere folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Bedarfsprogramm (noch nicht genehmigt; Verf.: RRP Architekten + Ingenieure GbR, München; 03/2020); Bauvoranfrage (wg. Flächenüberschreitung Standort Wüsthoffstraße – noch nicht genehmigt); Vertragsentwurf mit Anlagen; Formblätter für Eigenerklärung gemäß §1 (2) Frauenförderverordnung und für die Erklärung zur Mindestentlohnung); Honorarblatt.

3. Teilnahmebedingungen

3.1 Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
1. Eigenerklärungen/Auflagen:
Folgende aktuellen Nachweise/Erklärungen sind vom Bewerber – bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied – zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/-abgabe oder unvollständiger Vorlage – ggf. auf Nachforderung gem. VgV §56 (2) – wird der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen:
a) Soweit zutreffend: Vorlage Auszug aus dem Handelsregister oder vergleichbarem Register des Heimatlandes sowie Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Abschnitt 2), dass der Auszug den aktuellen Eintragungsstand wiedergibt.
b) Eigenerklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen und dass keine Ausschlussgründe gem. GWB §123/§124 vorliegen (Formblatt A2).
Folgende aktuellen Nachweise/Erklärungen sind vom Bewerber – bei Bewerbergemeinschaften von der Bewerbergemeinschaft insgesamt – zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/-abgabe oder unvollständiger Vorlage – ggf. auf Nachforderung gemäß VgV §56 (2) – wird der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen:
c) Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Abschnitt 2), dass der Bewerber im Auftragsfall die Versicherung gem. III.1.2) für die gesamte Vertragslaufzeit zur Verfügung stellt.
d) Eigenerklärung zur Beruflichen Befähigung (Teilnahmeantrag Abschnitt 5) gem. III.2.1).
Beruft sich der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft zur Begründung seiner/ihrer Eignung auf Kapazitäten anderer Unternehmen, sind die Eignungsverleiher zu benennen (Teilnahmeantrag Abschnitt 1) und die „Eigenerklärung Eignungsleihe“ (Formblatt A3) vorzulegen. Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft hat nachzuweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden (z.B. Vorlage Verpflichtungserklärungen). Weiter sind von jedem Eignungsverleiher eine Erklärung gemäß §§123 u. 124 GWB (über das Nichtzutreffen möglicher Ausschlussgründe) sowie zu wirtschaftlichen Verknüpfungen (Unabhängigkeit/ Zusammenarbeit) vorzulegen. Für die Verpflichtungserklärungen, die Erklärungen gem. §§123 u. §124 GWB sowie die Erklärung zu wirtschaftlichen Verknüpfungen können die dem Teilnahmeantrag beigefügten Formblätter verwendet werden (Formblatt A2; Formblatt A4-Verpflichtungserklärung Eignungsverleiher).
2. Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
Bewerbergemeinschaften sind vor Angebotsabgabe nicht verpflichtet, eine bestimmte Rechtsform anzunehmen. Bewerbergemeinschaften haben mit der Bewerbung eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung, idealerweise unter Verwendung des hierfür vorgesehenen Formblattes A1 (vgl. Ziff. VI.3 der Bekanntmachung) abzugeben (Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung):
— in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist;
— in der alle Mitglieder aufgeführt sind;
— in der der für die Durchführung des Vergabeverfahrens und auch für die Durchführung des Vertrages im Zuschlagsfall bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist, verbunden mit einer Erklärung, dass der bevollmächtigte Vertreter die Bewerbergemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und empfangsberechtigt ist;
— in der erklärt wird, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.
Mehrfachbeteiligungen, d.h. parallele Beteiligung als Einzelbieter und gleichzeitig als Gesellschafter einer Bietergemeinschaft sowie als Bieter und gleichzeitig als Unterauftragnehmer eines Bieters/ einer Bietergemeinschaft, führen – wegen der damit verbundenen drohenden Verletzung des Geheimwettbewerbs – zum Ausschluss, sofern die betroffenen Unternehmen nicht nachweisen, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt wurden.
3. Weder der Bieter noch eventuelle Eignungsverleiher dürfen einen Eintrag im Korruptionsregister, Gewerbezentralregister oder in den Sanktionslisten der EG-Antiterrorismusverordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und 881/2002 haben. Eine Abfrage erfolgt vor Zuschlagserteilung. Der Auftraggeber wird diese Abfragen, wenn er dies für erforderlich hält, auch auf – im Rahmen der Stufe 2 des Verfahrens zu benennende – Unterauftragnehmer erstrecken.

3.2 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Alle nachfolgend geforderten Angaben sind vom Bewerber – bei Bewerbergemeinschaften von der Bewerbergemeinschaft insgesamt – unter Berücksichtigung der relevanten Angaben eventueller Eignungsverleiher zu machen; fehlen Angaben oder sind unvollständig – ggf. auf Nachforderung gemäß VgV §56 (2) – wird der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen.
1. Umsatz:
Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Abschnitt 3.1) zum Netto-Jahresumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2019, 2018, 2017) für Dienstleistungen im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne §2 AHO Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2020).
Hinweis: Im Falle der Eignungsleihe für die Umsatzanforderungen darf der Umsatz des Eignungsverleihers nur in der Höhe berücksichtigt werden, in der der Umsatz nach der vorgelegten Verpflichtungserklärung zur Verfügung gestellt wird.
2. Geforderte Kautionen/Sicherheiten:
Der Auftraggeber und Bauherr wird eine kombinierte Bauleistung- und Haftpflichtversicherung abschließen, so dass vom Auftragnehmer keine eigene Versicherung verlangt wird. Der Auftragnehmer hat seine Leistungen nettoisiert, d.h. ohne Prämienanteile seiner eigenen Haftpflichtversicherung anzubieten. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, den Abschluss der BauRisk-Versicherung des Auftraggebers etwaigen eigenen Versicherungsverträgen anzuzeigen (§ 77 VVG) und diese nach Möglichkeit in Bezug auf dieses Vorhaben unwirksam zu stellen oder in eine subsidiäre Versicherung umzuwandeln.

3.3 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Alle nachfolgend geforderten Angaben sind vom Bewerber – bei Bewerbergemeinschaften von der Bewerbergemeinschaft insgesamt – unter Berücksichtigung der relevanten Angaben ev. Eignungsverleiher zu machen; fehlen Angaben oder sind unvollständig – ggf. auf Nachforderung gem. VgV §56 (2) – wird der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen.
1. Darstellung (Teilnahmeantrag Abschnitt 3.2) der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2019, 2018, 2017) jahresdurchschnittlich beschäftigten festangestellten Architekten und/oder Ingenieure (Dr.-Ing., Dipl.-Ing. bzw. Bachelor/Master oder gleichwertiger Abschluss) im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2020) §2 aufgeschlüsselt in (anzugeben ist das Vollzeitäquivalent):
a) Architekten und/oder Ingenieure (inklusive Führungskräfte) im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne §2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2020) insgesamt,
b) Architekten und/oder Ingenieure (inklusive Führungskräfte) im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne §2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2020) mit Berufserfahrung größer/gleich 5 Jahre.
Hinweis: Nimmt ein Bewerber/eine Bewerbergemeinschaft zur Begründung seiner/ihrer Eignung die Kapazitäten eines Eignungsverleihers in Anspruch, so dürfen die Mitarbeiter des Eignungsverleihers nur insoweit berücksichtigt werden, wie diese ausweislich der vorgelegten Verpflichtungserklärung des Eignungsverleihers zur Verfügung gestellt werden.
2. Aus der Referenzliste (Teilnahmeantrag 4.1) für das in Ziff. II.2.4 aufgeführte Leistungsbild sind mindestens 2 und maximal 3 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte detailliert vorzustellen (Teilnahmeantrag Abschnitt 4.2), die anhand der Auswertungsmatrix bewertet werden. Für die Wertungsfähigkeit müssen jeweils folgende Unterangaben vollständig getätigt werden:
— Bezeichnung und Ort/Land des Bauvorhabens;
— Auftraggeber/Öffentlicher Auftrag im Sinne GWB §103;
— Auftragnehmer;
— Datum Fertigstellung Leistungsphase 8 der Planer im Sinne §34 HOAI 2013 (mindestens Übergabe an den Nutzer bzw. Betreiber);
— Projektkosten in Euro netto (Summe KGr 200-700 nach DIN 276);
— Bruttogrundfläche BGF;
— Schwierigkeitsgrad (Honorarzone[n] im Sinne §6 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 [Stand 2020]);
— Art der Baumaßnahme im Sinne §2 HOAI 2013 (Neubau- und/oder Erweiterungsbaumaßnahme; Umbau- und/oder Modernisierungsmaßnahme; Andere [Instandhaltung, Instandsetzung, Wiederaufbau u. ä.]);
— Gebäudetypologie (Krankenhaus/Universitätsklinik für Akutkranke, Sonderkrankenhaus oder vergleichbar; Gebäude für Untersuchung und Behandlung (nicht stationär); Pflegeheime, Gebäude für Rehabilitation oder vergleichbar; Andere);
— Bearbeitete Handlungsbereiche/ Projektstufen im Sinne §2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2020).
Für die Bewertung der fachlichen Eignung sind außerdem zusätzliche Angaben zu ausgewählten Leistungen/Projektmerkmalen (Teilnahmeantrag Abschnitt 4.2) erforderlich (sofern zutreffend). Es geht je Leistung/Projektmerkmal maximal 1 Projekt in die Wertung ein.
Die Referenzen müssen auf je maximal 2 DIN-A4-Seiten in Form von Texten, Plänen, Fotos oder Skizzen weiterführend dargestellt werden. Bei Nichtvorlage wird/werden die Referenz/en nicht gewertet.
Hinweis: Im Falle der Eignungsleihe für Referenzanforderungen dürfen die Referenzen des Eignungsverleihers nur berücksichtigt werden, wenn ausweislich der Verpflichtungserklärung die Kapazitäten (insbesondere Mitarbeiter) zur Verfügung gestellt werden, mit denen die Referenzleistungen erbracht wurden.

4. Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
1. Die örtliche Präsenz während der Planungs- und Bauzeit ist in engen Intervallen gem. Erfordernis sicherzustellen. Die Realisierung erfolgt bei laufendem Betrieb und in Bauabschnitten. Die personelle Kontinuität bzgl. der Präsenz vor Ort ist möglichst sicherzustellen.
2. Der Bewerber (inkl. eventuelle Unterauftragnehmer) darf weder einen Eintrag im Berliner Korruptionsregister, Gewerbezentralregister noch in den Sanktionslisten der EG-Antiterrorismusverordnungen (EG) Nr. 2580/2001 und 881/2002 haben.
3. Im Falle der Zulassung zum Verhandlungsverfahren von allen Beteiligten vorzulegende Erklärungen: s. Ziff. II.2.11.
4. Der Bewerber darf bei Vertragsausführung nur Personen einsetzen, die eine Erklärung gem. §1 Verpflichtungsgesetz abgeben.
5. Berufshaftpflichtversicherung gem. Ziff. III.1.2.
6. Das Land Berlin (SenSW) beabsichtigt, die Baumaßnahme als Vergleichsobjekt (Plankosten) zu bestimmen; das Formular II 150.H der ABau ist deshalb als Vertragsbedingung zu berücksichtigen.

Zusätzliche Information

Vertragsabschluss

200

212

Fachplanung-

,

sonstige_Leistungen-

, , ,

Objekt–

, , , , ,

Objektplanung-

,

Nutzung-

Brand-/Wärmeschutz-

Management-

Studien_Gutachten-

, ,

Leistungsphase-

, ,

284_Massnahme-

, , ,

286_Bauweise-