Nachrechnung der Severinsbrücke und deren angrenzenden Bauwerke auf Grundlage der „Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand“

Artikelnummer: V592229-2021-1 Kategorie:

Beschreibung

Auszug aus der Ausschreibung

1. Umfang der Beschaffung

1.1 Bezeichnung des Auftrags
Freiberufliche Leistungen: Köln, B55, Severinsbrücke, Nachrechnung gemäß „Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand inklusive Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

1.2 CPV Code Hauptteil
71327000

1.3 Art des Auftrags
Dienstleistungen

1.4 Kurze Beschreibung
Zwischen 1956 und 1959 entstand als Teil des Generalverkehrsplans der Stadt Köln die Severinsbrücke. Vom Jahr 1979 bis 1981 wurde in der Mitte der Brücke einen Gleiskörper für die Stadtbahn verlegt. Die Severinsbrücke überführt die Bundestraße B55 über den Rhein bei Rheinkilometer 687,28. Sie verbindet den Stadtteil Altstadt-Süd mit dem Stadtteil Deutz. Der gesamte Brückenzug besitzt eine Länge von ca. 1,1 km und besteht aus mehreren Teilbauwerken: linksrheinische. Rampe, Strombrücke und rechtsrheinische Rampe. Angrenzend am Brückenzug befinden sich weitere Teilbauwerke im Bereich der Auf- und Abfahrtsrampe im Sionstal und der Auffahrt am und zum Gotenring. Hierbei handelt es sich um Überführungen über Rad- und Fußwege und eine Verbindungsbrücke von der Siegburger Straße zum Gotenring.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind Tragwerksplanungsleistungen als Nachrechnung des gesamten Brückenzuges und der oben genannten Teilbauwerke gemäß „Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand.

2. Beschreibung

2.3 Erfüllungsort
Nachrechnung der Severinsbrücke und deren angrenzenden Bauwerke auf Grundlage der „Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand Köln.
Los Nutscode
DEA23

2.4 Beschreibung der Beschaffung
Es ist eine Fachplanung — Tragwerksplanung in Anlehnung an die HOAI (aktuelle Ausgabe) „Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, die erweiterten Rift-Tabellen (Richtlinien der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg für die Beteiligung freiberuflich Tätiger) und die AHO-Schriftenreihe Nummer 3 „HOAI Besondere Leistungen bei der Tragwerksplanung für die Durchführung einer Nachrechnung der Severinsbrücke und deren angrenzenden Bauwerke auf Grundlage der „Richtlinie zur Nachrechnung von Straßenbrücken im Bestand inklusive Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen nach RI-WI-BRÜ zu erstellen. Als Arbeitsgrundlage werden Berechnungen gemäß BEM-ING Teil 3, Bauwerksprüfungen, Bestandsunterlagen und weitere Untersuchungen sowie gutachterliche Stellungnahmen zur Verfügung gestellt.

2.7
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Für den Fall, dass sich während der Bearbeitung ein größerer, nicht vorhersehbarer Projektumfang ergibt, kann der Vertrag entsprechend verlängert und ergänzt werden.

2.8 Kriterien
Zur Beschränkung der Auswahl von Bewerbern, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, ist ihre Eignung durch Referenzprojekte darzulegen. Die Auswahl erfolgt entsprechend einer Rangfolge, welche durch eine Punktebewertung der Teilnehmeranträge gebildet wird.
Die Punkte werden vergeben, indem der Bewerber Nachweise über Erfahrungen in den unten aufgeführten Bereichen vorlegt. Die Nachweise bestehen aus Referenzschreiben der Auftraggeber und mindestens einer schriftlichen Bestätigung des Bieters, welchen Aufgabenbereich die beigefügte Referenz abgedeckt hat. Die jeweiligen Referenzen müssen in technischer Hinsicht vergleichbar mit der hier beschriebenen Aufgabenstellung sein.
Für jede Kategorie ist ein Referenzprojekt durch den Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft zu benennen (maximal 6 Referenzprojekte). Jede Referenz wird separat bewertet und kann mehrere Aufgabenbereiche/Kategorien abdecken. Pro Teilnehmerantrag können maximal 100 Punkte erreicht werden, wobei die Punkte auf die erste Nachkommerstelle gerundet werden.
Erfahrungen durch Referenzen … Punkte:
1 … im Umgang mit der Nachrechnungsrichtlinie
1.1 Nachrechnung von Schrägkabelbrücken 30
1.2 Nachrechnung von Spannbetonbrücken 20
2 … in der Planung von Ertüchtigungsmaßnahmen inklusive Machbarkeitsstudie an…
2.1 … Schrägkabelbrücken 15
2.2 … Spannbetonbrücken 10
3 … in Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen nach RI-WI-BRÜ zu Erhaltungsmaßnahmen von…
3.1 … Schrägkabelbrücken 15
3.2 … Spannbetonbrücken 10
Summe 100
Es gehen nur Referenzprojekte an Brücken in Stahl- beziehungsweise Spannbetonbauweise in die Wertung ein. Die Referenzen müssen vom Bewerber selbst bearbeitet und dürfen nicht über eine Bietergemeinschaft beziehungsweise einen ARGE -Partner erstellt worden sein.
Die Bewertung erfolgt anhand der Qualität des jeweiligen Referenznachweises. Maßstab für die Qualität ist hierbei die Vergleichbarkeit zur hier ausgeschrieben Aufgabenstellung nach Art (Art des Bauwerks) und Umfang (Größe und Komplexität des Bauwerks). Die Punktevergabe wird hierbei wie folgt vorgenommen:
Kategorien 1.1, 2.1 und 3.1 (Strombrücke — Schrägseilbrücken):
— 100 % der Punkte für eine sehr gute Vergleichbarkeit. Sehr gut vergleichbar sind Projekte, welche nach Ihrer Art und Umfang der hier ausgeschrieben Aufgabenstellung an Schrägseilbrücken vergleichbarer oder größerer Abmessungen mit Verkehrsbelastung aus Stadtbahnbetrieb und motorisiertem Individualverkehr entsprechen.
— 80 % der Punkte für eine gute Vergleichbarkeit. Gut vergleichbar sind Projekte, welche nach Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an Schrägseilbrücken vergleichbarer Abmessungen mit Verkehrsbelastung aus motorisiertem Individualverkehr oder Hängebrücken vergleichbarer Abmessungen mit Verkehrsbelastung aus Stadtbahnbetrieb und motorisiertem Individualverkehr entsprechen.
— 40 % der Punkte für eine befriedigende Vergleichbarkeit. Dies umfasst Projekten, welche nach Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an seilverspannten Brücken geringerer Abmessungen entsprechen.
— 15 % der Punkte für eine mäßige Vergleichbarkeit. Mäßig vergleichbar sind Projekte, welche nach Ihrer Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an Stahlbaubrücken entsprechen, jedoch anderer Bauart (zum Beispiel Kastenbrücken, Fachwerk-Brücke).
Kategorien 1.2, 2.2 und 3.2 (Rampenbauwerke — Spannbetonbrücken):
— 100 % der Punkte für eine sehr gute Vergleichbarkeit. Sehr gut vergleichbar sind Projekte, welche nach Ihrer Art und Umfang der hier ausgeschrieben Aufgabenstellung an gekrümmten Spannbetonbrücken vergleichbarer Abmessungen mit Verkehrsbelastung aus Stadtbahnbetrieb und motorisiertem Individualverkehr entsprechen.
— 80 % der Punkte für eine gute Vergleichbarkeit. Gut vergleichbar sind Projekte, welche nach Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an Spannbetonbrücken mit Verkehrsbelastung aus motorisiertem Individualverkehr entsprechen und einer Überbaulänge von mindestens 250 m zwischen den Widerlagern, jedoch ohne Verkehrsbelastung aus Straßenbahnbetrieb.
— 40 % der Punkte für eine befriedigende Vergleichbarkeit. Dies umfasst Projekten, welche nach Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an Spannbetonbrücken entsprechen, jedoch mit einer Überbaulänge von mindestens 150 m zwischen den Widerlagern.
— 15 % der Punkte für eine mäßige Vergleichbarkeit. Mäßig vergleichbar sind Projekte, welche nach Art und Umfang der hier ausgeschriebenen Aufgabenstellung an Spannbetonbrücken entsprechen, jedoch mit einer Überbaulänge von mindestens 75 m zwischen den Widerlagern.

3. Teilnahmebedingungen

3.1 Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Mit dem Teilnahmeantrag sind durch den Bewerber beziehungsweise durch jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft folgende Nachweise vorzulegen:
1. Vorlage eines aktuellen Auszugs (nicht älter als 3 Monate zum Zeitpunkt des Ablaufs der Frist für die Einsendung des Teilnahmeantrags) aus dem Handelsregister oder Berufsregister (Handwerksrolle, Verzeichnis der Handwerkskammer, Register der IHK) des Sitzes oder Wohnsitzes der Bewerber beziehungsweise der Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft; für Bewerber beziehungsweise Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, ist eine entsprechende Bescheinigung des Berufsregisters ihres Herkunftslandes vorzulegen. (Formblatt 1 und 2).
2. Eigenerklärungen gem. GWB § 123 und § 124 siehe Bewerbungsunterlagen. (Formblatt 3).
3. Auskunft der Bewerber beziehungsweise der Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft ob und auf welche Art das Unternehmen beabsichtigt, auf den Auftrag bezogen mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Sollte dies der Fall sein, sind mit dem Teilnahmeantrag die projektbezogenen Leistungs- und Verantwortungsbereiche der einzelnen Unternehmen anzugeben. (Formblatt 4).
4. Eine Bewerbergemeinschaft hat mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzugeben, in der alle Mitglieder aufgeführt sind und ein bevollmächtigter Vertreter als Ansprechpartner genannt wird und in der erklärt wird, dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt. (Formblatt 5).
5. Sofern sich ein Bewerber (oder eine Bewerbergemeinschaft) zum Nachweis seiner/ihrer wirtschaftlichen, finanziellen oder technischen Leistungsfähigkeit zur Ausführung des vorliegenden Auftrags auf die Fähigkeiten eines anderen Unternehmens berufen will (dies bezieht sich im Übrigen auch auf Mutter- oder Tochtergesellschaften), hat er/sie mit dem Teilnahmeantrag insoweit auch für dieses Unternehmen die unter Ziffer 1) bis 2) dargestellten Nachweise und Erklärungen vorzulegen.
6. Zudem hat der Bewerber oder die Bewerbergemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber mit einer Verpflichtungserklärung der jeweiligen Unternehmen sowie der Unternehmen mit denen eine Zusammenarbeit gem. Ziffer 3) geplant ist nachzuweisen, dass ihm/ihr die für die Erfüllung des Auftrages erforderlichen Mittel dieser Unternehmen jeweils zur Verfügung stehen. Im Übrigen müssen Unterauftragnehmer erst auf Aufforderung des Auftraggebers benannt werden. (Formblatt 6).
Der Teilnahmeantrag ist in deutscher Sprache vorzulegen. Bei fremdsprachigen Bescheinigungen ist eine Übersetzung in deutscher Sprache beizufügen. Sollten in einem Teilnahmeantrag Nachweise oder Erklärungen fehlen, behält sich der Auftraggeber die Nachforderung der fehlenden Eignungsnachweise unter Fristsetzung vor. Werden die fehlenden Nachweise und Erklärungen nicht innerhalb dieser Frist nachgereicht, wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen. Die Frist beginnt am Tage nach Absendung der Aufforderung durch den Auftraggeber. Im Übrigen behält sich der Auftraggeber die Anforderung entsprechender Nachweise zu den Eigenerklärungen vor. Für den Teilnahmeantrag sind die Bewerbungsunterlagen (Formblätter) des Auslobers zu verwenden, welche unter der gem. Ziffer I.3) benannten Stelle gebührenfrei selbst beschafft werden können.

3.2 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mit dem Teilnahmeantrag sind durch den Bewerber bzw. durch jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft folgende Nachweise vorzulegen:
1. Eigenerklärung über den Gesamtumsatz jeweils bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre. (Formblatt 7);
2. Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Deckungssummen: 1 500 000 EUR pro Schadensfall bei Personenschäden und 1 500 000 EUR pro Schadensfall für sonstige Schäden oder alternativ eine verbindliche Erklärung des Haftpflichtversicherers, dass eine bereits bestehende Haftpflichtversicherung im Auftragsfall entsprechend erhöht oder eine Objektversicherung in der geforderten Höhe abgeschlossen wird. Soweit sich ein Bewerber beziehungsweise eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens beruft, sind die vorgenannte Erklärung zu Ziffer 1) und der vorgenannte Nachweis zu Ziffer 2) für dieses Unternehmen abzugeben. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft müssen die Erklärung und der Nachweis zu Ziffer 1) und 2) von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft erbracht werden. (Formblatt 8).

3.3 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
1. Mit dem Teilnahmeantrag ist durch den Bewerber beziehungsweise die Bewerbergemeinschaft eine Erklärung vorzulegen, aus der das jährliche Mittel der Beschäftigten, in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren im Bereich aller Leistungsbilder Tragwerksplanung (Ingenieurbauwerke) gemäß HOAI ersichtlich ist. (Formblatt 9).
2. Darüber hinaus sind durch den Bewerber beziehungsweise die Bewerbergemeinschaft für jede Kategorie ein Referenzprojekt zu benennen (maximal 6 Referenzprojekte), welche innerhalb der letzten 10 Jahre (2020 bis 2010) fertig gestellt wurden oder sich derzeit noch in der Bauausführung befinden. Die Leistungsphase 4 muss hierfür mindestens abgeschlossen sein. Zu jedem Referenzprojekt sind mindestens folgende Angaben zu machen: Kurze Beschreibung des Projektes anhand derer die Vergleichbarkeit zu den hier ausgeschriebenen Leistungen beurteilt werden kann, Beschreibung der erbrachten Leistungen, Leistungszeitraum, Fertigstellungszeitpunkt des Projektes beziehungsweise Leistungsstand (falls Projekt noch nicht abgeschlossen), Baukosten/Auftragssumme, Auftraggeber und Name des Ansprechpartners des Auftraggebers. Soweit sich ein Bewerber oder eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens beruft, sind die jeweiligen unter 1) und 2) abgeforderten Angaben für dieses Unternehmen abzugeben. Die unter Ziffer 1) und 2) geforderten Angaben müssen nur einmal pro Bewerber beziehungsweise pro Bewerbergemeinschaft und nicht pro Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorgelegt werden. (Formblatt 10).

4. Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
Die Vergabe des Auftrages richtet sich unter anderem nach dem Gesetz über die Sicherung von Tariftreue und Mindestlohn bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen TVgG NRW) vom 21.3.2018 (TVgG). Hiernach müssen beauftragte Unternehmen sowie deren Nachunternehmer innen beziehungsweise Nachunternehmer die nach dem TVgG festgelegten Mindestentgelte beziehungsweise Tariflöhne zahlen und Mindestarbeitsbedingungen gewähren (§ 2 TVgG). Die Stadt Köln ist als öffentliche Auftraggeberin berechtigt, Kontrollen durchzuführen, um die Einhaltung dieser Pflichten zu überprüfen.
Weitere Ausführungsbedingungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Zusätzliche Information

Vertragsabschluss

200

Gründung/Rohbau-

212

Baustelleneinrichtung-

Fachplanung-

Objekt–

,

Objektplanung-

Studien_Gutachten-

Leistungsphase-

284_Massnahme-